Holz ist ein Baustoff mit Zukunft

Glas und Beton dominieren das Bild der meisten deutschen Städte. Holzhäuser sind hier kaum zu erkennen – höchstens einige Fachwerkbauten in historischen Stadtkernen oder einzelne Pionierleistungen ambitionierter Architekten. Dennoch ist Holz ein bewährtes Baumaterial mit hervorragenden Eigenschaften, um daraus moderne Gebäude zu errichten. „Auch wenn man es ihnen von außen nicht unbedingt ansieht, so bestehen auch Fertighäuser zu einem Großteil aus Holz“, sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Der BDF registriert in diesem Jahr ein so großes Interesse an Fertighäusern wie nie zuvor. Die Branche bestätigt damit auch, dass Holz ein Baustoff mit Zukunft ist.

Fast jedes fünfte neu genehmigte Ein- und Zweifamilienhaus hierzulande ist derzeit ein Fertighaus. In Baden-Württemberg, dem Zentrum des Holz-Fertigbaus in Deutschland, ist es schon rund jedes dritte. Schwarzwald, Schwäbische Alb & Co. bieten hier große Rohstoffvorräte für Holz-Fertighäuser. Doch auch in allen anderen Ländern und Regionen der Bundesrepublik ist leicht an Holz zu kommen: Insgesamt machen Wälder rund 32 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands aus. Zur forstlichen Nutzung stehen fast elf Millionen Hektar Waldfläche zur Verfügung, 29 Prozent davon bestehen aus Fichtenholz.

„Die Fichte ist der meistverwendete Baum der Fertighausindustrie. Etwa zehn Stück davon bedarf es für ein durchschnittliches Haus mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern“, so Windscheif. Da in Deutschland schon seit 300 Jahren das Prinzip der Nachhaltigkeit gilt, dauert es gerade einmal 23 Sekunden, ehe diese Holzmenge in deutschen Wäldern nachgewachsen ist. Die Haushersteller im BDF verpflichten sich, nur Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden. Damit schonen sie natürliche Ressourcen und tragen zu einem gesunden Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt bei.

Holz erfüllt alle Anforderungen und bietet Baufamilien einige Zusatznutzen

Neben seiner Nachhaltigkeit punktet der Baustoff Holz auch mit natürlichen Eigenschaften, die dem Fertighaus später zugutekommen. So besitzt zum Beispiel Fichtenholz eine Wärmeleitfähigkeit von gerade einmal 0,13 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Das bedeutet für ein modernes Holz-Fertighaus, dass die Wärme deutlich langsamer nach außen oder nach innen abgegeben wird als in einem konventionellen Gebäude bei gleicher Wanddicke. „Kombiniert mit ihrer intelligenten Wandkonstruktion eignen sich Fertighäuser aus Holz daher auch besonders gut zur Umsetzung förderfähiger KfW-Effizienzhäuser mit geringem Energiebedarf“, weiß Windscheif.

Ein weiteres positives Ergebnis des Bauens mit Holz ist ein angenehmes Wohnklima, da das Naturmaterial dank seiner besonderen Zellstruktur in der Lage ist, Wasser aus feuchter Raumluft aufzunehmen und bei Trockenheit wieder abzugeben. So wahrt es über weite Strecken des Jahres die ideale Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 Prozent. Außerdem haben Studien gezeigt, dass Holz im Innenraum verschiedene gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkungen besitzt. Dazu zählen etwa der Abbau von Umweltstress sowie die Senkung von Puls und Blutdruck. Forscher führen das auf im Holz enthaltene ätherische Öle zurück.

Weitere Einflüsse auf Körperreaktionen beziehen sich unter anderem auf die Verdauung, das Aggressionslevel, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Erholung des Körpers – und auch Allergiker fühlen sich in einem vom Holz geprägten Zuhause meist spürbar wohler. „All diese positiven Eigenschaften von Holz sind ein exklusiver Zusatznutzen für Fertighaus-Baufamilien. Doch nicht zuletzt erfüllt der Baustoff auch in besonderem Maße alle statischen und technischen Anforderungen, sodass Fachleute modernen Fertighäusern eine Lebenserwartung von mindestens 100 Jahren bescheinigen“, schließt der Experte.

Quelle: BDF

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